Flora Gaden, geboren 1897, gestorben am 16. Juli 1942

Eine der Bewohnerinnen und Bewohner der Bundesstraße 43 in der Zeit ab 1941, in der das Stift von den Nazis in ein so genanntes Judenhaus umgewandelt wurde, war Flora Gaden. Sie hatte sich hier am 16. Juli 1942 das Leben genommen.

Flora Hecht wurde am 3. November 1897 geboren. Ihre Eltern waren Hermann Hersch und Rywka (Regine) Waldmann. Das Ehepaar besaß die österreichische Staatsangehörigkeit. Es war um 1890 aus Lemberg nach Altona eingewandert. Mit der Einbürgerung ihres Vaters im November 1915 erlangte sie wie die gesamte Familie die deutsche Staatsangehörigkeit.

Flora war eines der sieben Kinder der Familie Hecht. Ihre Geschwister waren Josef Hecht (10. Dezember 1887), Charlotte Hecht (8. Februar 1893), Bertha Hecht, Jacob Hecht (18. Oktober 1896),  Rosalie Hecht (25. Februar 1899) und schließlich Lea Hecht (23. August 1901). Sie starb bereits am Tag nach ihrer Geburt. Am 17. Februar 1928 starb Floras Mutter, am 28. Januar 1936 ihr Vater.

Flora Hecht heiratete am 12. August 1922 den Kaufmann und Protestanten Arthur Gaden. Die Ehe wurde 1936 geschieden. In ihrer Wohnung in der Bundesstraße 43 nahm sie eine Überdosis Schlafmittel und starb am frühen Morgen des 16. Juli 1942 im Jüdischen Krankenhaus Johnsallee 54.

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